Energetic Yoga kreiert Frieden

Wenn wir regelmäßig die Versenkung ins Selbst praktizieren, werden wir nicht weiter überrollt von undefinierten Anliegen, die an die Oberfläche unseres Alltagsbewusstseins sprudeln, um dort eigenständig & ohne unsere Entscheidung hierzu zu agieren. Denn: Es ist ja jetzt jemand zu Hause. Es geht hierbei jedoch nicht um Kontrolle, sondern um Präsenz, um Gegenwärtigkeit. Wenn sowohl der emotionale, der geistige, als auch der stoffliche Körper bewohnt sind – wenn Du wirklich anwesend bist – dann kennst Du Dich darin aus. Alles ist an seinem angestammten Platz, alles hat seine Richtigkeit, Du bist in vollkommener Balance.

Das Schöne ist, dass wir uns nicht darum bemühen müssen, sondern uns hingeben dürfen an tiefe Entspannung in dem bewohnten Körper. Wir erkennen, dass Entspannung und Lösung, bzw. Loslassen ein vollkommen natürlicher Urzustand ist und das kreative Potential, das darin liegt.

Es ist relativ einfach das Schöne & Leichte anzunehmen, während das Schwierige missbilligt & das Komplexe verurteilt wird. Nimm beides in Liebe an, denn es ist das, was sowie so schon da ist – da kannst Du es genauso gut auch lieben. Ebenso, wie wir unseren Körper in den seltensten Fällen uneingeschränkt lieben. Was hilft Dein Verurteilen der großen Füße und des zu kleinen Busens, der zu dicken Schenkel und der zu dünnen Haare. Es ist das was Du hast – da kannst Du es genauso gut auch lieben & sehen, ob Dein Körper in Liebe betrachtet, nicht vielleicht sogar schöner wird. Es gibt nichts, was in Liebe betrachtet nicht schöner & vielfältiger wird. Du bietest damit ein potential der Heilung & der Leichtigkeit an, einfach nur durch wohlwollende Betrachtung. Unser als Mensch mögliches beschränktes Urteil ist eben nur eines: in sich & aus sich selbst heraus beschränkt. Wie viel mehr Weite bietet da die Betrachtung durch liebende Augen.

Zu Beginn eines jeden Aufräumprozesses ist es so, dass das Augenmerk zunächst einmal auf das gerichtet werden muss, das aufgeräumt werden soll. Je nachdem was sich angesammelt hat, aber auch wie tiefgründig die Hingabe ist, kann dies zu Beginn anstrengend empfunden werden, nicht zuletzt vielleicht auch, weil der innere Schweinehund mitbewegt werden muss. Wir brauchen viel Kraft für das Verdrängen. Vielleicht wehren wir uns, das wahrzunehmen, was so lange so erfolgreich verdrängt wurde. Während des Übens wirst Du Dich jedoch nicht mit der Analyse beschäftigen, sondern lediglich mit der Bereitschaft das Gefühl wahrzunehmen & die Rigidität loszulassen, welche Dich hat emotional, geistig oder spirituell eng, verhärtet, eingefahren, traurig oder zornig werden lassen. Es nährt Deine Selbst - Reflektion, wenn Du das, was sich offenbart, zunächst annimmst als Deines, statt weiter im Außen zu suchen. Wenn sich Dir weitere Zusammenhänge nicht erschließen, kann es manchmal hilfreich sein, dem in einer Gruppen- oder Einzelarbeit zu begegnen, eine systemische Aufstellung mit wirklichen erfahrenen Menschen zu machen.

Regelmäßiges Praktizieren gleich welcher Yogaform, vorneweg aber natürlich die energetischen Varianten, ist wie ein tägliches Reinemachen Deines energetischen Gefüges. Es sammelt sich erst gar nichts an, was im Untergrund schwelen könnte. Du bist aufmerksam mit Dir selbst, liebevoll und damit fähig wachen Herzens auch anderen zu begegnen. Yoga kreiert Frieden.

Bildrechte Charlotte Fischer www.lottefischer.de